Archiv: Unterkünfte in Australien

Seit 1999 habe ich auf meiner ersten Website australien-fotos.de viele Tipps zum Reisen in Australien gegeben. Die Seite ist später in fotosundreisen.de aufgegangen. Die selbst programmierte Software wurde immer wartungsintensiver und deshalb habe ich die Inhalte auf dieses Blog umgezogen. Einige Inhalte wirken heute (2020) völlig aus der Zeit gefallen. Aber vielleicht gerade deshalb erhalte ich sie hier im Archivbereich.

Bei den Unterkünften hat sich in den letzten 20 Jahren viel geändert. Die Lebenshaltungskosten in Australien sind durch den Minenboom Anfang des Jahrtausends völlig durch die Decke gegangen. Australische Freunde berichten (2020) teilweise von Preisniveaus, die deutlich höher als in Deutschland liegen.

Unterkünfte

Beim Reisen in Australien hast du eine große Auswahl bei Unterkünften was sowohl den Preis wie auch den Komfort angeht. Grundsätzlich unterscheiden kann man:

  • Zelt / Wohnmobil
  • Backpacker / Jugendherberge
  • Motel
  • Bed&Breakfast
  • Hotel

Im folgenden erkläre ich etwas die Unterschiede und worauf man achten sollte bei der jeweiligen Unterkunft. Am Ende dieser Seite findest du dann auch noch Beispiele für Unterkünfte, die ich aus eigener Erfahrung kenne.

Der wichtigste Tipp vorweg: Niemals eine Unterkunft bezahlen, wenn du sie nocht nicht gesehen hast. Die meisten Motels, Backpacker, usw. sind nicht böse, wenn du dir die Unterkunft erst mal anschaust. Viele von den besseren Quartieren bieten es sogar an. Damit ersparst du dir bestimmt einige unruhige Nächte und Enttäuschungen.

Zelt

Wer im Zelt übernachtet ist meistens sowieso schon in der Natur und bekommt von Australien sicher am meisten mit. Die Mehrzahl der Beuteltiere ist nachtaktiv und wenn man in der Dunkelheit die Taschenlampe dicht an die Augen hält und in den Busch strahlt, ist man manchmal überrascht, wie viele Augenpaare zurückschauen.

Zeltplätze in Nationalparks sind meist sehr günstig (Queensland 2003: 4,-AUD / Person und Nacht). Allerdings bieten sie oft auch nur eingeschränkten Komfort.

Backpacker

Backpacker sind die preiswerteste Möglichkeit ein festes Dach über den Kopf zu bekommen. Du kannst dir einen Raum mit anderen teilen (“dorm”) oder entsprechend teurer ein Doppelzimmer (“double”) oder ein Einzelzimmer (“single”) bekommen. Die Preise fangen bei ca. 12,- AUD pro Nacht und Person an.

Viele Backpacker sind hervorragend gemacht und bieten neben einem Schlafplatz auch die Möglichkeit andere Reisende kennen zu lernen, Mitfahrgelegenheiten zu suchen / anzubieten, Partys zu feiern, Touren zu buchen, usw.

Auf den Seiten der reisebine.de findest du mehr Infos dazu.

Motels

Motels sind für reisende Paare / Freunde eine gute preisliche Alternative zu Backpackern. Preisangaben beziehen sich fast immer auf das Zimmer und nicht auf die Person. So bekommt man Doppelzimmer mit Bad, Fön, Teekocher, Klimaanlage, eigenem Kühlschrank, etc. schon unter 50,- AUD (2003).

Man trifft natürlich vorwiegend ein etwas älteres Publikum und kommt nicht so unmittelbar wie im Schlafsaal mit anderen in Kontakt…

Bed&Breakfast

Bed&Breakfast ist die etwas anspruchsvollere Variante. B&Bs liegen meist über 100,- AUD.

Hotels

Bei Hotels musst du den Unterschied zwischen Hotel und Hotel kennen. Ein Hotel im europäischen Sinne sieht auch wie ein solches aus und gibt seine Preise meist pro Raum an (nicht pro Person).

Dann ist da aber auch noch das typisch australische Hotel. Unter seinem Dach gibt es vielleicht sogar für wenige Dollar ein paar Gästezimmer (unbedingt erst anschauen und dann bezahlen!), in erster Linie aber beherbergt es den Pub / die Bar, die Lounge (Kneipe für die Damen) und vielleicht auch noch einen Bottle Shop (staatlich lizensierter Alkoholladen).

Falls du dich telefonisch informieren willst:

  • Wähle aus Deutschland 0061 und lasse eine eventuell in der Telefonnummer vorangestellte “0” weg ( 02 65354xxxxxx in Sydney wird so 0061 2 65354xxxxxx).
  • Australien ist 8-10 Stunden voraus. Sonntagabend 20.00 Uhr bei uns ist also Montag 4.00- 6.00 Uhr morgens in Australien.
  • Durch voranstellen einer call-by-call Betreibernummer kannst du für 2,20 CENT (!) pro Minute in Australien anrufen (Stand 29.5.2004). Bei www.billiger-telefonieren.de findest du immer aktuelle Infos zu Tarifen.

Archiv: Wandern in Australien

Seit 1999 habe ich auf meiner ersten Website australien-fotos.de viele Tipps zum Reisen in Australien gegeben. Die Seite ist später in fotosundreisen.de aufgegangen. Die selbst programmierte Software wurde immer wartungsintensiver und deshalb habe ich die Inhalte auf dieses Blog umgezogen. Einige Inhalte wirken heute (2020) völlig aus der Zeit gefallen. Aber vielleicht gerade deshalb erhalte ich sie hier im Archivbereich.

Allgemeines

Wer in Australien ‘Wildnis’ erleben will, ist nicht zwangsläufig auf Navigation mit Kompass und GPS angewiesen. Es gibt viele Touren unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades, die es selbst dem unerfahrenem Städter mit etwas Planung und Umsicht erlauben Natur pur zu erleben.

Diese Seite kann nur einen ersten Eindruck von den Kenntnissen vermitteln, die man benötigt, um nicht nur sicher aus dem australischen Busch zurückzukommen, sondern Touren wirklich genießen zu können. Ein besonders wichtiger Punkt ist dabei auch den Busch so zurückzulassen, wie man ihn vorgefunden hat. Denn auch wenn das Land riesig wirkt, reagieren leider viele seiner Ökosysteme sehr empfindlich auf Störungen.

Tourplanung

An erster Stelle jeder Planung sollte man sich selbstkritisch fragen, wie fit man wirklich ist und was man seinem Körper zumuten kann. Bei sorgfältiger Vorbereitung sind auch größere Touren sicher. Doch wenn man sich übernimmt, bringt man schnell nicht nur sich selbst, sondern auch mögliche Retter in Gefahr – und die haben es am wenigsten verdient, durch den Leichtsinn anderer Schaden zu erleiden.

Wenn man sich für ein Gebiet entschieden hat oder interessiert, sollte man sich umfassende Informationen besorgen. Bei Nationalparks findet man in den Rangern des nächstgelegenen Büro der Nationalparkverwaltung kompetente Ansprechpartner. Gleiches gilt für Staatsforste. Je nach Bundesstaat hat deren Verwaltung einen anderen Namen (z.B. Conservation, Forrests and Land). Manchmal (leider eher selten!) findet man auch in Touristinfos kompetente Ansprechpartner.

Alle diese Stellen können einen mit einem der wichtigsten Utensilien ausstatten: Landkarten. Anhand dieser Karten kann man sich Tourempfehlungen geben lassen, mit den Rangern mögliche Rastplätze besprechen oder die Verfügbarkeit von Wasser sicherstellen. Bei Alleinwanderungen kann man die Ranger auch bitten eine Suche zu starten, falls man sich nicht binnen einer bestimmten Frist zurück meldet.

Gerade der Punkt ‘Wasser’ ist von äußerster Wichtigkeit. Bei teilweise deutlich über 40° im Schatten braucht der Körper enorme Mengen an Wasser. Bepackt mit vielleicht 25-30 kg Gepäck für einen mehrtägigen Marsch brauche ich 7-10l Wasser – täglich. Diese Mengen kann man natürlich nicht mit sich führen. Deshalb braucht man unterwegs stets die Gelegenheit frisches Wasser aufnehmen zu können. Wer bei 25-30 kg mit den Augen rollt, sollte wissen, dass ich 1,97m und sportliche 100 kg messe und s. ‘Ausrüstung’ etwas eigen mit meinen Kameras bin.

Meiden sollte man dabei Wasser aus Tanks. Diese enthalten oft alle möglichen Keime. Steht nichts anderes zur Verfügung sollte man Reinigungstabletten verwenden (eklig), das Wasser abkochen oder mit speziellen Filtern reinigen. Wasser aus Bächen kann man in der Regel direkt genießen. Dabei sollte man das Wasser möglichst an strömungsreichen Stellen entnehmen, wo ihm durch Verstrudelungen Sauerstoff zugesetzt wird. Umsicht ist in der Nähe von flussaufwärts gelegenen Viehzuchten geboten! Dort ist das Wasser oft mit Keimen versetzt.

In den australischen Alpen und auf Tasmanien sollte man den Winter nicht unterschätzen. Es ist kein Witz, dass australische Überlebensanleitungen den Bau von Iglus beschreiben. Ebenso sollte man die hohen Temperaturschwankungen in den Bergen bedenken. Mittags kann es noch 30° heiß werden, wenn die Nachttemperaturen schon zum Gefrierpunkt absinken.

Ausrüstung

Grundsätzlich gilt für die Ausrüstung: So viel wie nötig – so wenig wie möglich. Jedes gesparte Gramm unnötiger Ausrüstung erhöht den Wanderkomfort bzw. kann durch Lebensmittel und Wasser ersetzt die Reichweite erhöhen.

Dabei ist das ‘nötig’ durchaus individuell verschieden. Ich bin der vielfach belächelten Auffassung, dass ich nicht ohne 5-9 kg Fotoausrüstung in den Busch kann… Hingegen sollte bei der Mitnahme von Walkmen und sonstiger Unterhaltungselektronik, Duschgel (s.u.), Wimpernzangen oder Beilen (s.u.) kein Streit über deren Nutzlosigkeit entstehen.

Folgende Gegenstände halte ich für wichtig:

  • einen stabilen, gut sitzenden Rucksack
  • festes, eingelaufenes Schuhwerk
  • gute Landkarten – und die Übung z.B. Landschaftsformen (Berge/Täler) aus Höhenlinien zu lesen…
  • Sonnenschutz: Es ist bezeichnend, dass es in Australien praktisch nichts unter Faktor 15 gibt – je höher desto besser!
  • einen Wasserschlauch von mind. 2l
  • energiereiches, mineralstoffhaltiges Essen wasserdicht verpackt: Bei wenigen Tagen Marsch brauchst du keine Vitamine. Aber Salze im Schweiß müssen ersetzt werden und du brauchst Energie aus Kohlehydraten.
  • regelmäßig einzunehmende Medikamente
  • Erste-Hilfe-Ausrüstung: neben Verbandzeug, Pflastern und Salben sollte die Apotheke auch das stärkste an Schmerztabletten enthalten, was du kriegen kannst (eventuell vom Hausarzt mit Erklärung verschreiben lassen). Im Falle eines Unfalls ist nämlich nicht gesagt, dass nach dir gesucht wird. Dann sollte man in der Lage sein, auch mit Verstauchungen oder anderen Verletzungen selbst Hilfe zu erreichen.
  • Schlafsack und Isomatte: In feuchter Witterung hält ein Kunstfaserschlafsack auch nass noch warm – Daunen verklumpen. Die Daune hat dafür ein geringeres Packmaß und eventuell auch ein geringeres Gewicht.
  • Zelt: abhängig von den Witterungsbedingungen – aber immer mit Moskitoschutz!
  • Kocher und Brennstoff – man kann auch von kaltem Müsli leben. Aber neben einem heißen Tee und Nudeln bietet der Kocher auch die Möglichkeit Wasser abzukochen. Ich bevorzuge den schwedischen Trangia. Kocher und Töpfe bilden ein kleines Paket und er funktioniert mit einfachem Brennspiritus aus dem Supermarkt.
  • Wasserreinigungstabletten: Falls man nicht abkochen will – ein widerliches Zeug!
  • Wasserfilter: Selbst kann ich keine Erfahrungen beisteuern, aber Vedrana von der Site Crazy4Travel (s. Linkliste) hat mich überzeugt: Filter kosten zwar einiges in der Anschaffung und im Betrieb. Sie bedürfen einer gewissen Sorgfalt in der Benutzung. Dafür entfernen sie aber mit Aktivkohle nicht nur Keime sondern auch einige chemische Rückstände. Außerdem schonen sie im Gegensatz zu Tabletten den Geschmack.
  • gute Socken: dicke Wandersocken aus Schurrwolle oder speziellen Synthetiks können entscheidend helfen Blasen und Fußprobleme zu vermeiden.
  • warmer Pullover und lange Hose: Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind teils beträchtlich. Und bei 40° am Tage können 20° in der Nacht unglaublich kalt sein.
  • eine Uhr: Beim Wandern will man bestimmt nicht hetzen. Doch die Dämmerung ist in Australien oft extrem kurz. Wenn man davon überrascht wird, ist es fast unmöglich in der verbleibenden Viertelstunde ein Camp einzurichten. Außerdem kann man zur Mittagszeit gut Norden (sic) bestimmen, wo die Sonne im Zenit steht.
  • Taschenlampe: Die Giftschlangen Australiens sind extrem scheu – trotzdem sollte man nachts nicht aus Versehen beim Austreten auf eine drauf treten.
  • Toilettenpapier
  • Messer: Mein Favorit ist das Opinel mit Holzgriff. Die Klinge ist arretierbar für sicheres Arbeiten, sie ist an einem Stein nachschleifbar und das Messer so billig, dass ein Verlust zu verschmerzen ist.
  • Spiegel und Pfeife: Im Notfall kann man damit Signale geben.
  • Sonnenbrille: Unbedingt auf guten UV-Schutz achten. Sonst weiten sich die Pupillen wegen der Lichtabnahme und das ungefilterte UV-Licht kann schwere Schäden an der Netzhaut anrichten.
  • persönliche Hygieneartikel (Zahnbürste, Seife, Kamm, etc.)
  • Handtuch
  • Badezeug: Australier können prüde sein! O-Ton australischer Freunde als ich in Deutschland nackt badete: ‘Dafür wärst du in Australien verhaftet worden.’

Diese Zusammenstellung ist auf eine ‘normale’ Übernachtwanderung von einigen Tagen zugeschnitten. Wer im Winter eine Tour mit Schneeschuhen durch die Snowy Mountains macht oder allein die Wüste durchqueren will, mag andere Sachen einpacken wollen.

Ein Kompass fehlt nicht etwa in der Liste. Ich habe ihn bewusst weggelassen, da nur Leute sich auf Wanderungen mit Kompassnavigation begeben sollten, die diese Liste nicht mehr nötig haben. 😉

Verhalten in der Natur

Lass den Busch so zurück, wie du ihn vorgefunden hast. Man sollte allenfalls niedergedrücktes Gras als Zeichen deiner Anwesenheit erkennen können.

Was du reintragen kannst, kannst du auch raustragen. Das Vergraben von Müll ist genauso wie das Verbrennen nicht akzeptabel.

Feuer sind romantisch und schön, sollten aber auf das Notwendigste beschränkt werden. Verbrenne nur herumliegendes, trockenes Totholz. Nimm niemals Holz direkt aus den Bäumen oder Sträuchern. Benutze nach Möglichkeit bereits benutzte Feuerstellen statt neue Brandflecken zu erzeugen. Feuerplätze sind immer potenzielle Ansatzpunkte für Erosion. Deshalb benutze lieber einen Kocher. Australischer Sinnspruch: Je größer der Trottel, desto größer das Feuer.

Toilette: Entferne dich mindestens 50m von Camps und Wasser und vergrabe Kot und Toilettenpapier wenigstens 15 cm tief. Wasche dich nicht mit Seife an Flüssen oder Seen. Gehe dazu und zum Abwaschen wenigsten 50m weg vom Ufer.

Gruppen sollten vier bis sechs Personen nicht überschreiten.

Wanderstöcke und grobstollige Schuhe sollten zu Haus bleiben. Besonders in beliebten Gebieten tragen sie massiv zur Erosion bei. Das gilt besonders für Wanderstöcke. Diese sind bei Orthopäden sicher beliebt und erleichtern das Tragen von Lasten enorm, doch die Flächenbelastung des Bodens ist hundert- bis tausendfach höher als bei einem Fuß.

Archiv: Fototipps für Australienreisende von A bis Z

Seit 1999 habe ich auf meiner ersten Website australien-fotos.de viele Tipps zum Reisen in Australien gegeben. Die Seite ist später in fotosundreisen.de aufgegangen. Die selbst programmierte Software wurde immer wartungsintensiver und deshalb habe ich die Inhalte auf dieses Blog umgezogen. Einige Inhalte wirken heute (2020) völlig aus der Zeit gefallen. Aber vielleicht gerade deshalb erhalte ich sie hier im Archivbereich.

Eskis für Filme

Ein Eski ist eine Kühlbox. Eis gibt es an jeder Tankstelle. Und beides zusammen kann einen guten Aufbewahrungsort für deine Filmvorräte abgeben – Australier lagern im Eski eher Bier…

Feinmechanikerwerkzeug

Die Ausrüstung hat unterwegs ordentlich etwas auszuhalten. Da kann es nicht schaden, einen Satz Schraubendreher für Feinmechaniker dabei zu haben. Ein Satz mit 3 Schlitz- und 2 Kreuzschlitzdrehern in einer Kunststoffbox (Baumarkt ca. 5 Euro) sollte hilfreich sein, wenn sich z.B. mal die Schrauben deines Objektivbajonetts lockern. Mir ist bei der letzten Tour im Regenwald Feuchtigkeit in mein Tele eingedrungen. Da sie partout nicht mehr raus wollte, blieb am Ende nur das Zerlegen der Linse zur Reinigung…
Wenn du keinen Stress mit den Sicherheitsbehörden willst, packst du dieses Werkzeug für den Flug in das aufgegebene Gepäck.

Filme kaufen

Kauf Filme in Deutschland. Australien ist bei Fotosachen teilweise wahnwitzig teuer und bei Laborarbeiten qualitativ teils nicht gerade aufregend. Ich habe schon ernsthaft mit Freunden in Australien Modelle durchgerechnet ihre Fotoarbeiten in Deutschland ausführen zu lassen.

Die Menge der Filme ist ziemlich von den eigenen Fotografiergewohnheiten abhängig. Ich rechne 1-2 Filme pro Reisetag. Wenn dir deine Filme vorzeitig ausgehen, überlegst du bei Mehrpreisen von 10-50% schon, ob du nachkaufen sollst.

Darüber hinaus ist Diamaterial nicht überall verfügbar! Viele Fotoläden sind zudem an Marken gebunden. So bekommst du oft in einem Laden nur Fuji und im anderen nur Kodak.

Kameras auf Wanderungen

Packe zu Haus schon mal deine gesamte Ausrüstung. Schau dir genau an was du wirklich brauchst – und lass ein Drittel davon daheim…

Jedes Gramm, dass du an Ausrüstung einsparst, steigert den Genuss an der Wanderung bei Temperaturen jenseits der 30 Grad bzw. kann jedes gesparte Gramm durch Lebensmittel und Wasser ersetzt werden und so deine Reichweite erhöhen.

Mehr Licht…

ist meist das Letzte, was ein Fotograf in Australien sagt. Oft hat man eher mit dem Problem zu kämpfen, dass man die Blende als Gestaltungsmittel nicht voll ausschöpfen kann, da man wegen des Lichts stark abblenden muss. Niedrigempfindliche Filme sind hier nicht nur wegen der Farben und Schärfe erste Wahl.

Sonnenbrillen

Für den nächsten Tipp kriege ich Schläge von Augenärzten: Sonnenbrillen verändern die Wahrnehmung von Farben und Kontrasten vollständig. Wenn ich es vermeiden kann, trage ich keine. Leider sind meine Augen sehr lichtempfindlich…

Wenn man eine Sonnenbrille trägt, sollte es unbedingt eine mit UV-Schutz sein. Hinter der Sonnenbrille weiten sich nämlich die Pupillen. Verfügt die Brille über keinen ausreichenden UV-Schutz, kann das Auge durch die vermehrte Strahlung geschädigt werden, da es sich nicht mehr selbst durch die Verengung der Pupille schützt.

Stativ

Auch wenn Licht in Australien oft mehr als gewünscht zur Verfügung steht, ist ein Stativ für mich ein Muss. Besonders z.B. im Regenwald ist ohne ein Stativ nicht viel zu machen.

Ich verwende ein leichtes Dreibeinstativ, dessen Beine ich mit einem Spanngurt zu einem Einbeinstativ zusammenzurre. So habe ich Bewegungsfreiheit und Flexibilität für die Tierfotografie wie bei einem Einbeinstativ, kann aber für Fotos mit wenig Licht die Vorteile eines Dreibeins nutzen.

Strand

Egal, wie sorgfältig du mit der Kamera umgehst, am Strand kommt Sand in die Ausrüstung. Vermeide deshalb, wenn du überhaupt am Strand fotografieren musst, das Wechseln von Objektiven oder Film und reinige nach dem Strand die gesamte Ausrüstung samt Taschen peinlichst gründlich bei gutem Licht mit einem Pinsel mit Blasebalg.

Tiere

Viele Tiere Australiens sind nicht nur extrem scheu sondern auch noch nachtaktiv. Wenn du ein ganz bestimmtes Tier fotografieren willst, informiere dich gut über das Verbreitungsgebiet. Dann informiere dich über die Nationalparks in diesem Gebiet. Es ist nämlich eine traurige Wahrheit, dass in den Nationalparks viele Leute Tiere füttern und diese dadurch ihre natürliche Scheu verlieren. So kommst du auf Armlänge (oder dichter) an Tiere in freier Wildbahn heran, die du sonst höchstens aus 100m Distanz siehst.

Da dass Füttern den Tieren in vielerlei Hinsicht schaden kann, sollte es sich von selbst verstehen, dass wir als verantwortungsbewusste Fotografen keine Wildtiere füttern.

Zweitgehäuse / Zweitkamera

Ein zweites Gehäuse ermöglicht nicht nur in einer Kamera niedrigempfindlichen Film und in der anderen hochempfindlichen Film zu haben oder in der einen Diamaterial und der anderen schwarzweiß, sondern bewahrt dich auch beim Ausfall eines Gehäuses vor einer kameralosen Zeit. In meinem engeren Bekanntenkreis sind mir drei Fälle von Totalausfall während einer Australientour bekannt.

Archiv: Australien Links

Seit 1999 habe ich auf meiner ersten Website australien-fotos.de viele Tipps zum Reisen in Australien gegeben. Die Seite ist später in fotosundreisen.de aufgegangen. Die selbst programmierte Software wurde immer wartungsintensiver und deshalb habe ich die Inhalte auf dieses Blog umgezogen. Einige Inhalte wirken heute (2020) völlig aus der Zeit gefallen. Aber vielleicht gerade deshalb erhalte ich sie hier im Archivbereich.

Diese Linkssammlung wird nicht mehr gepflegt.

Allgemeines

Australian ExplorerGewerbliche Seite mit Infos rund um das Reisen nach und in Australien.
Australia’s National ParksSeite des Australia Tourism Net.
Nationalparkverwaltung des Staates VictoriaOffizielle Homepage mit Daten zu allen Nationalparks des Staates.
Victorian National Parks AssociationAuf den Seiten der privaten Organisation der Freunde der Viktorianischen Nationalparks finden sich viele Links und Resourcen zu Themen rund um die Parks, Pflanzen, Tiere, Wandern und vieles mehr.
Australian Bushwalking & Camping Reference SiteHier findet sich alles zum Thema Wandern in Australien: Gebiete, Touren, Ausrüstung, …
John Chapman: Bushwalking In AustraliaJohn Chapman ist Autor des Buches “Bushwalking in Australia”, dessen Infos über Parks, Tracks, Sicherheit, usw. hier teilweise zu finden sind.
Bureau of MeteorologyWetter, Wetter, Wetter. Dies ist die Fundstelle zu aktuellen Wetterdaten, Informationen zu Metereologie, Klimakarten, usw.
Roger Clarke: Waltzing MathildaHier gibt es den Text (mit Worterläuterungen) der inoffiziellen Nationalhymne ‘Waltzing Mathilda’ mit historischen Erläuterungen.
Reisebine.deDer ‘Reisebine.de’ von Sabine Hopf merkt man die profunde Kenntnis des Landes und die Liebe zu demselben an – auch seiner Schwächen: z.B. wir Männer 🙂

Wilsons Promontory

Visitor GuideDownload einer PDF-Broschüre der Parkverwaltung mit allgemeinen Infos zur Prom.
Overnight WalksDownload einer PDF-Broschüre der Parkverwaltung mit Landkarte und Routenvorschlägen.
PromacconGewerbliche Seite zur Entwicklung des Fremdenverkehrs in Gippsland. Viele Fotos besonders der Westküste der Prom.

Great Ocean Road

Great Ocean RoadHier gibt es umfassende Informationen rund um die GOR.
TravelAustralia.comEine kommerziele Seite, die den Besucher auf eine virtuelle Tour zu den Orten der GOR mitnimmt – wenn man nicht gerade Opera als Browser nutzt… 🙁 nieder mit schlechtem JavaScript !
Oztravel.com.auHier lohnt ein Blick in die Klimaübersicht – warm und trocken anziehen!
GOR WeddingsHeiraten an der Greast Ocean Road? Hier gibt sogar einen professionellen Heiratsplaner…

Australien in Bildern

Wise’s WildernessEine private Homepage mit vielen Bildern und Beschreibungen von Wanderungen.
www.birdphotos.com.auWenn du hier kein Foto eines bestimmten australischen Vogels findest – wo dann?
Australian Explorer PhotosDas Fotoarchiv des Australia Explorers enthält hunderte von Fotos sortiert nach Themen.

Archiv: Fotoausrüstung für Australien

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Ausrüstung

Nicht die Kamera macht die Bilder sondern der Mensch dahinter. So habe ich vor einigen Jahren eine Bildreportage des britischen Malers David Hockney gesehen, die wirklich phantastisch war – er hatte allerdings seine Kamera auf dieser Reise vergessen und eine Einweg-Pocketkamera verwendet…

Umgekehrt kenne ich einen Fotografen der tausende Euro in mehrere Leicakameras zuzüglich der Originalobjektive gesteckt hat. Trotzdem habe ich von ihm kaum ein vernünftiges Bild gesehen.

Eine gute Ausrüstung hilft natürlich ungemein. Aber für noch wichtiger halte ich, seine Ausrüstung wirklich zu kennen und ihre Möglichkeiten richtig einschätzen zu können.

Vielleicht helfen auch meine Fototipps.

Archiv: Notsituationen im australischen Busch

Seit 1999 habe ich auf meiner ersten Website australien-fotos.de viele Tipps zum Reisen in Australien gegeben. Die Seite ist später in fotosundreisen.de aufgegangen. Die selbst programmierte Software wurde immer wartungsintensiver und deshalb habe ich die Inhalte auf dieses Blog umgezogen. Einige Inhalte wirken heute (2020) völlig aus der Zeit gefallen. Aber vielleicht gerade deshalb erhalte ich sie hier im Archivbereich.

Notsituationen

Alle Tipps sind selbst erprobt bzw. sorgfältig recherchiert. Befolgen kannst du sie aber nur auf eigene Gefahr!

Erste Regel: Don’t panic!

Zweite Regel: Denke vor deiner Tour über den Nutzen eines umfangreichen Erste-Hilfe-Kurses nach.

Falls du ein Handy mit in den Busch genommen hast, ist jetzt der Zeitpunkt es einzuschalten und zu versuchen ein Netz zu bekommen. Gelungen? Dann lehn’ dich zurück, bis die Hilfe da ist. Ok, vielleicht kannst du ja schon mal vorarbeiten. Siehe weiter unten bei der jeweiligen Situation.

Du hast kein Handy oder erreichst kein Netz? Dann schauen wir doch mal auf die Art des Notfalls:

Der Schlangenbiss: Herzlichen Glückwunsch! In Australien von einer Giftschlange gebissen zu werden ist weniger wahrscheinlich als in Deutschland den 6er mit Zusatzzahl zu ziehen. Bist du barfuss, durch das hohe Gras gelaufen und das auch noch nachts und betrunken? Nein? Dann wärst du in den letzten zwanzig Jahren ca. der 2., der an einem Schlangenbiss eingeht.

Irgendwie bist du also zu dem Biss gekommen. Je ruhiger dein Herz jetzt schlägt, desto geringer wird die Konzentration des Giftes, die auf einen Schlag durch deine Organe rauscht. Tief durchatmen. 10,9,8,7,6,5,4,3,2. Schon viel besser. Ganz ruhig sorgst du dafür, dass die Wunde und der betreffende Körperteil mit Druckverbänden versorgt wird – nicht vollständig abdrücken. Arme in leicht abgewinkelter Stellung zur Ruhe bringen und Beine gerade schienen. Die Bisswunde nicht waschen, aussaugen oder dergleichen, da Reste des Giftes von den Ärzten, in deren Behandlung du dich jetzt umgehend begibst, zur Bestimmung eines Gegengiftes genutzt werden können.

Hitzeerschöpfung, Hitzschlag, Sonnenstich: Also, was habe ich da unter “Wandern in Oz” die ganze Zeit von genug Wasser gefaselt?? Na gut, schauen wir mal näher.

Hitzeerschöpfung wird durch körperliche Belastung bei großer Hitze ausgelöst. Du bist blass, hochgradig schwach, kaltschweißig und fröstelst und hast einen schwachen, schnellen Puls? Dann leg dich flach in den Schatten (deck dich zu, wenn dir kalt wird), trink Wasser mit einem Teelöffel Salz pro Liter und bleib längere Zeit liegen und ruhe dich aus – damit es nicht schlimmer wieder losgeht. Bei Bewusstlosigkeit lass dich in die stabile Seitenlage bringen und bei Atemstillstand Mund zu Mund beatmen.

Hitzschlag entsteht besonders bei feuchtschwüler Witterung, wenn der Körper die Schweißbildung einstellt und es zu einem Wärmestau kommt. Du hast einen hochroten Kopf, heiße,trockene Haut, sehr hohe Temperatur, taumelst oder bist schon bewusstlos. Dann geht es jetzt an einen kühlen Ort, wo du deinen Oberkörper hoch lagerst. Klamotten runter und mit kaltem Wasser getränkte Tücher auf die Haut. Luft zufächeln lassen und ansonsten erst mal ausruhen. Im Falle von Bewusstlosigkeit siehe oben.

Sonnenstich ist die Folge direkter Sonneneinstrahlung auf den Kopf und einer daraus resultierenden Reizung der Hirnhaut. Du hast einen hochroten, heißen Kopf, kühle Körperhaut, Unruhe, Kopfschmerz, Übelkeit, Erbrechen, Nackensteife und/oder Bewusstseinsschwund. Dann man ab mit dir in den Schatten, den Kopf erhöht lagern und kalte, feuchte Tücher um den Schädel. Im Falle von Bewusstlosigkeit siehe oben. Ein Arzt wäre auch ganz hilfreich.

Unterkühlung: Du fühlst dich müde, zitterst unkontrolliert, hast verlangsamte Reaktionen, stolperst, hast Gliederschmerzen, deine Sprache ist durcheinander, du halluzinierst, bist völlig verausgabt oder apathisch ? Wenn bei kühler Witterung einige dieser Symptome auf dich oder einen deiner Kameraden zutreffen, wird es höchste Zeit etwas zu unternehmen! In weniger als 2h könntest du sonst schon tot sein. Suche einen geschützten Ort auf, iss etwas und pack dich warm ein – den Kopf nicht vergessen! Sorge für eine isolierte Unterlage. Versuche keine Massagen, heiße Getränke, heiße Bäder oder Alkohol – diese Maßnahmen würden nur Blut von den inneren Organen zur Haut abziehen. Im Falle von Bewusstlosigkeit siehe oben. Bei Herzstillstand ist eine Herz-Lungen-Reanimation notwendig.

Buschfeuer: Wochenlange Hitze, ‘total fire ban’ (absolutes Feuerverbot) aber du wolltest ein Lagerfeuer? Egal wie du in das Buschfeuer gekommen bist, richtig gehandelt, hast du gute Chancen wieder rauszukommen. Einfach weglaufen ist leider nicht immer drin, denn ein Wipfelfeuer kann schneller über den ausgetrockneten Eukalyptuswald mit seinen ätherischen Ölen laufen, als dein Auto im Wald fahren kann.

Auch hier gilt: Don’t panic!

Versuche deinen Körper zu bedecken – vermeide dabei Kunststoffkleidung oder -decken! Am besten eignet sich Wollkleidung, die nass gemacht wird. Sind die Flammen weniger als 1,5m hoch und weniger als 5m tief hast du gut eingepackt eine gute Chance durchlaufen zu können, wenn das Unterholz nicht zu dicht ist. Wenn du weglaufen kannst, laufe niemals bergauf – das Feuer ist schneller. Wenn du nicht mehr weg kannst, buddele dich ein. Ein Fels, ein großer Baumstamm oder ähnliches kann dabei etwas Schutz bieten. Auch ein Auto bietet angeblich guten Schutz. Explosionen des Tanks seien selten, sagt die einschlägige Literatur. Ein Teich oder ein Bach sind natürlich idealer Schutz. Vermeide aber auf Stelzen stehende Wassertanks, wenn du nicht als Bouillon enden möchtest.

Wasser- oder Nahrungsmangel: Wieso bist du soweit weg von Nahrung??? Verhungern dauert in der Regel etliche Tage bis Wochen. Wer sich also in die Lage begeben hat nicht genug zu essen zu haben, sollte hinreichend Literatur zu Buschnahrung studiert haben – denn er ist ziemlich weit draußen. Bei mangelndem Wasser kann es allerdings unter ungünstigen Bedingungen nur Stunden dauern, bis Dehydrierung zum Tod führt. Deshalb noch mal: Stelle immer eine hinreichende Versorgung mit Wasser sicher.